Überschallknall im ganzen Landkreis zu hören Mittelnkirchener Bäcker wird versteigert
Lügen und Intrigen auf dem Schützenfest Bierzauber als neues Klosterpark-Event Handball: BSV holt Spielern aus Oldenburg
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Die Top-Klicks bei TAGEBLATT.de am Dienstag
Wischh. Grauerort Cranz
HW I 4.03 5.05 5.17 HW II 16.28 17.25 17.39 NW I 11.04 12.11 0.14 NW II 23.11 –.– 12.41
Quelle: BSH
Wasserstände an der Elbe EBBE UND FLUT
Neuenkirchen, Grünen- deich/Steinkirchen, Ladekop, Hove, Hagen, Stade, Balje und Hamelwörden. Änderungen und weitere Kontrollen mög- lich.
Mobil kontrolliert wird heute in:
Tempo-Kontrolle
LANDKREIS. Dienstagnachmittag wackelten die Scheiben, und Türen sprangen auf: Deshalb riefen gegen 14.40 Uhr besorg- te Bürger bei den Leitstellen der Polizei und der Feuerwehr im Landkreis Stade und im südlichen Bereich des Land- kreises Pinneberg an und er- kundigten sich nach einer eventuellen Explosion. Wie die Polizei berichtet, wurde der laute Knall nach Angaben der Bundeswehr durch einen Über- schallflug eines Kampfjets in etwa 12 000 Metern Höhe ver- ursacht, der das betroffene Ge- biet von Nord nach Süd über- flogen hat. Bisher sind der Po- lizei im Landkreis Stade und im Landkreis Pinneberg bis auf einen Fall keine nennenswer- ten Schäden gemeldet worden.
In Stade im Gewerbegebiet ist ein Dach einer Leichtbauhalle in Bewegung geraten und die Bolzen-Befestigung beschädigt worden. Die Halle wurde vor- sorglich evakuiert und bis zu einer technischen Überprüfung geschlossen. (st)
Lauter Knall nach einem Überschallflug
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Mittwoch, 24. Februar 2016 I Seite 13
H ANSESTADT S TADE L ANDKREIS S TADE
Da gibt es den offiziellen Teil: den Austausch von Höflichkeiten während des Empfangs im Stader Rathaus. Vor den Flaggen der Re- publik Korea, Deutschlands und Stades trägt sich der hohe Gast ins Goldene Buch der Stadt ein.
Die Tafel in der historischen Se- natorenstube ist mit Blumen- schmuck und belegten Brötchen gedeckt. Chang und seine Entou- rage – darunter Sung Il Eo, der Generaldirektor der Korea Tra- de-Investment Promotion Agency – lauschen den Worten des stell- vertretenden Bürgermeisters Klaus Quiatkowsky, der seine Gäste in die 1600-jährige Ge- schichte der Stadt einführt: der Überfall der Wikinger, die einst den Stadern Ohren und Nasen abgeschnitten haben sollen, die wirtschaftliche Blüte der Hanse oder die Schwedenzeit. Quiat- kowsky spricht die Industrialisie-
rung auf Bützflethersand an, die die Altstadtsanierung in den 70er Jahren möglich machte. Und selbstredend auch den Höhenflug von Airbus und in der direkten Nachbarschaft des CFK-Valley, womit er beim eigentlichen The- ma des Tages angekommen ist.
Da gibt es den pragmatischen Teil der Achse Stade-Südkorea:
Mit Hilfe der Stader Experten soll in der Industriestadt Gumi ein CFK-Valley aufgebaut werden, so wie es schon in Belgien und Ja-
pan geschehen ist. In Gumi, wo Stades CFK-Valley-Geschäftsfüh- rer Gunnar Merz demnächst zum dritten Mal weilt, um Kontakte zu knüpfen, werden bereits CFK-Fa- sern im großen Stil produziert.
Die Südkoreaner denken vor al- lem an eine Verwendung im Au- to- und im Schiffbau – zwei wich- tige Wirtschaftszweige in ihrem Land.
Alle Bemühungen drehen sich um die Frage, wie die Produktion und Verwendung der ultraleich-
ten, aber extrem stabilen kohlen- stofffaserverstärkten Kunststoffe automatisiert werden kann. Denn noch wird CFK fast nur im Flug- zeugbau industriell verarbeitet.
Die Einsatzgebiete können sich erst dann zum Beispiel Richtung Windenergie oder Maschinenbau ausweiten, wenn die Faser deut- lich billiger in Massen produziert werden kann.
Im Stader CFK-Valley sind dar- an 120 Firmen oder Organisatio- nen – auch die Stadt Gumi – inte-
ressiert und im betreibenden Ver- ein organisiert, darunter so Schwergewichte wie VW, das Fraunhofer Institut oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs, der auch als Finanzvorstand im CFK-Valley agiert, spricht von einem „inter- nationalen Kompetenznetzwerk“, das sehr gut in die Strategie der Internationalisierung passt, die bundesweit für bestimmte Stand- orte vorangetrieben werden soll.
Da geht es um Fördermittel des Bundes.
International wird es auch zu- gehen, wenn sich am 15. und 16. Juni die Vertreter von 40 Fir- men aus 14 Ländern zur 7. CFK- Convention im Stadeum treffen.
Südkorea übernimmt dafür dieses Jahr die Patenschaft, in den nächsten Jahren sind es Öster- reich und Australien.
Zuvor wird die deutsch-korea- nische Freundschaft während der Hannover-Messe gefestigt mit ei- nem gemeinsamen Stand des bi- nationalen „Leichtbauforums“.
Die USA sind dieses Jahr Partner- land der Hannover-Messe. Viel- leicht, so Friedrichs optimistisch, kommen Bundeskanzlerin Ange- la Merkel und US-Präsident Ba- rack Obama an den CFK-Stand.
Generalkonsul aus Hamburg stattet einen Besuch ab – Der Leichtbaustoff CFK verbindet die Republik mit der Hansestadt
Die Rolle der Koreaner in Stade
VON LARS STRÜNING
STADE. Das CFK-Valley in Stade ist im elften Jahr des Bestehens längst sei- nen Kinderschuhen entwachsen und flügge geworden. Es stellt sich immer internationaler auf. Das wurde wäh- rend des Besuchs des südkoreani- schen Generalkonsuls in Hamburg, Chang See-jeong, am Dienstag in der Stadt deutlich.
Südkoreas Generalkonsul Chang See-jeong trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein...
... und informiert sich im CFK-Valley über die Leichtbaustoffe.
Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs, Bürgermeister Klaus Quiatkowsky und Erster Stadtrat Dirk Kraska (von links) begleiten ihn. Fotos Strüning
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Gesund und munter
Dr. Eckart von Hirschhausen, bekannter TV-Moderator, Arzt und Kabarettist, hatte gestern Abend seinen großen Auftritt als „Wunder- heiler“ vor 1000 Zu- schauern im ausverkauften Stadeum. Zuvor hatte er in illustrer Charity-Runde zur Unter- stützung der Clowns am Elbe Klinikum über den Wert von Humor für den Heilungsprozess gesprochen.
Eingeladen hatte Oliver Grundmann (links, CDU).
Berichte über beide Termine morgen im TAGEBLATT.
Foto Strüning
VON KARSTEN WISSER
LANDKREIS. Ein weiterer Schritt zur Realisierung der Küstenauto- bahn A 20 ist erfolgt. Wie der Par- lamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferle- mann, gestern Abend gegenüber dem TAGEBLATT bekannt gab, hat das Bundesministerium den sogenannten Gesehenvermerk auf die Planungen des rund 18 Kilo- meter langen 7. Abschnitts der Bundesautobahn A 20 im Bereich östlich der Landesstraße 114 bei Elm und dem geplanten Auto- bahnkreuz südwestlich von Drochtersen erteilt. Der Bund wird in diesen Abschnitt rund 300 Millionen Euro investieren.
Das jetzt beginnende Planfest- stellungsverfahren wird normaler-
weise zwei bis drei Jahre dauern.
Wann tatsächlich gebaut wird, ist offen. Es folgen mit Sicherheit Klagen. Außerdem ist auf schles- wig-holsteinischer Seite die Reali- sierung noch einmal deutlich ver- langsamt worden. Dort steht ein verwaister und von den Planern übersehener Adlerhorst im Kreis Steinburg der Autobahn im Weg.
Die Panne führt zu einem Zeitver- zug bis zum Planfeststellungsbe- schluss über das Autobahnteil- stück von bis zu zwei Jahren.
Der nunmehr vom Bund geneh- migte 7. Abschnitt auf niedersäch- sischer Seite schließt an die ge- plante Elbquerung bei Glückstadt an. Mit dem durch den Gesehen- vermerk erfolgten Einverständnis des Bundes mit den Planungen des Landes sind die Voraussetzun-
gen zur Einleitung des Planfest- stellungsverfahrens gegeben.
Ferlemann: „Die A 20 als Küs- tenautobahn ist die wichtigste Ost-West-Verbindung in Deutsch- lands Norden. Der Autobahnneu- bau bringt eine erhebliche Erleich- terung der Verkehrsbeziehungen aus Norden und Nordosten in Richtung Ruhrgebiet und den Nie- derlanden sowie deutlich bessere Anbindungen des Hinterlandes und der deutschen Seehäfen mit sich. Ich appelliere daher an das Land Niedersachsen, alle Anstren- gungen zu unternehmen, die Plan- feststellungsverfahren sowohl für den nun genehmigten Abschnitt der A 20 als auch für den daran anschließenden Autobahnab- schnitt der A 26 bis Stade zügig durchzuführen.“
Vorentwurf der Trasse durch den Landkreis Stade ist jetzt Planungsgrundlage
Ferlemann genehmigt den
siebten Bauabschnitt der A 20
Das ist die Trasse, die die A 20 durch den Landkreis Stade nehmen soll.